Wer macht das Rennen?
Kurz zur Geschichte:
Im Jahr 2006 erschien bei Revell ein 1:18-Modell aus Metall, das es eigentlich ohne zwei besonders hartnäckige Corradofahrer nie gegeben hätte. Ralf und Achim klopften so lange bei Revell an, bis der Hersteller sich schließlich überreden ließ, den Corrado tatsächlich zu entwickeln. Für die Umsetzung stellten die beiden ihre eigenen Fahrzeuge zur Verfügung, die bei Revell vermessen und fotografiert wurden. Das Ergebnis waren Modelle exakt in den Farben ihrer Autos, Aquablau und Dark Burgundy, inklusive ihrer echten Kennzeichen. Teile dieser Entstehungsgeschichte lassen sich heute noch im Corrado-Forum auf vwcorrado.de nachlesen.
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Später folgten weitere Farbvarianten wie Flashrot, Schwarz und Satin Silber. Alle Revell-Modelle stellten den VR6 mit Facelift-Interieur, Recarositzen und ohne Schiebedach dar. Motorhaube und Türen ließen sich öffnen, doch das eigentliche Highlight war der ausfahrbare Heckspoiler. Ein Detail, das jeden echten Corradofan sofort begeistert.
2013 brachte Ottomobile dann einen 1:18-Vorfacelift-G60 in Sherry Pearl Effekt auf den Markt. Unter Sammlern heißt es oft, dieses Modell sei in Sachen Detailtreue sogar noch einen Tick besser als der Revell-Corrado. Da ich damals keines der auf 2000 Stück limitierten Exemplare ergattern konnte, kann ich das weder bestätigen noch widerlegen.
Ende 2015 folgte ein weiterer Ottomobile-VR6 in Violett Touch Perleffekt, limitiert auf 1250 Stück. Auch dieses Modell ging an mir vorbei.
Anfang 2026 bot sich eine neue Chance. Ottomobile legte den VR6 in Flashrot neu auf, diesmal auf 1500 Stück begrenzt. Dieses Mal war ich schnell genug und sicherte mir eines der Modelle, die innerhalb eines Tages ausverkauft waren.
Wenige Tage später kam das Paket an. Voller Vorfreude packte ich das Modell aus und nahm es genau unter die Lupe. Da ich selbst einen 1:1-VR6 in Flashrot besitze und mehrere Revell-Modelle in dieser Farbe im Regal stehen habe, lag ein Vergleich natürlich auf der Hand. Also stellte ich beide Modelle nebeneinander, dokumentierte die Unterschiede und vergab für jedes Detail einen Punkt. So lässt sich am Ende in einer Tabelle ganz nüchtern ablesen, welches Modell die Nase vorn hat.
Die Verpackung
Die Firma mit dem Apfel aus Cupertino hat uns allen beigebracht, dass eine schicke Verpackung nicht zwangsläufig für einen großartigen Inhalt steht. Trotzdem beeinflusst sie die Kaufentscheidung oft stärker, als man zugeben möchte.
Ottomobile setzt auf eine sehr schlichte, zweckmäßige Verpackung. Revell dagegen präsentiert sein Modell in einer deutlich ansprechenderen Hülle aus bedruckter Pappe, kombiniert mit einer großen transparenten Kunststoffscheibe, die schon im Regal einen guten Blick auf das Modell erlaubt.
In dieser Disziplin geht der Punkt daher ganz klar an Revell.
Was bekommt man für sein Geld?
Beim Auspacken des Otto-Modells fiel mir sofort auf, dass es überraschend schwer in der Hand liegt. Das brachte mich auf die Idee, beide Modelle einmal auf die Waage zu stellen.
Natürlich lässt sich allein über das Gewicht keine seriöse Aussage zur tatsächlichen Qualität treffen. Trotzdem vermittelt ein schwereres Modell ganz automatisch einen wertigeren Eindruck. Wenn etwas mehr Substanz in der Hand liegt, fühlt es sich eben auch hochwertiger an.
In dem Zuge habe ich außerdem die Abmessungen beider Modelle miteinander verglichen, um auch hier mögliche Unterschiede festzuhalten.
Der üppig ausgestattete Revell-Corrado bringt bei einer Abmessung von ca, L215 x B93 x H75 mm 587g auf die Waage. Die Speelines weisen einen Durchmesser von 23 mm auf.
Das Modell von Ottomobile wiegt stolze 761g bei einer Abmessung von H220 x B95 x H76,5 mm. Die Felgen haben einen Durchmesser von 24,5 mm.
In puncto Gewicht liegt das Modell von Otto mit satten 174 g Vorsprung deutlich vorne. Das entspricht knapp 30 Prozent mehr Masse als beim Revell-Modell. Das ist schon eine Hausnummer.
Der Punkt geht damit an Ottomobile.
Allerdings ist das Otto-Modell auch etwas größer. Warum eigentlich? Bei 1:18 sollte es doch eigentlich keine Interpretationsspielräume geben, oder?
Also wird der spitze Bleistift gezückt und nachgerechnet. Wie groß ist der echte Corrado überhaupt? Laut Wikipedia und vwcorrado.de misst ein 94er VR6 4050 × 1690 × 1310 mm. Diese Werte dienen also als Grundlage.
Die Rechnung ist zum Glück simpel: einfach durch 18 teilen. Daraus ergeben sich folgende Modellmaße:
225 × 93,9 × 72,8 mm.
Das Ergebnis ist interessant. Beide Modelle weichen von diesen Proportionen ab und sind damit nicht vollständig maßstabsgetreu. Schade eigentlich. Lässt man die Höhe einmal außen vor, kommt das Otto-Modell den echten 1:18-Abmessungen jedoch näher als das Revell-Modell.
Schwierig. Da hier meiner Meinung nach beide Hersteller gepatzt haben, bleibt am Ende nur ein klares Unentschieden.
In dieser Kategorie geht also keiner mit einem Punkt nach Hause.
Speedline oder doch Speedline?
Mit dem Thema Felgen bin ich aber noch nicht ganz durch. Die Speedlines auf dem Otto-Modell wirken nicht nur zu groß, auch die Wölbung der fünf Speichen stimmt optisch nicht ganz. Das hat Revell deutlich besser getroffen.
Zum Glück liegt bei mir noch ein echter Satz Speedlines im Keller. Also habe ich kurzerhand den Durchmesser nachgemessen. Ergebnis: 410 mm. Teilt man diesen Wert durch 18, landet man bei einem korrekten Modelldurchmesser von 22,8 mm. Damit bestätigt sich auch mein erster Eindruck.
Die Felge des Otto-Modells ist spürbar zu groß geraten. Die Revell-Felge ist etwa zwei Zehntel Millimeter zu klein, doch da das gesamte Modell minimal kleiner ausfällt, passen die Proportionen hier insgesamt deutlich besser. Beim Ottomobile-Modell wirkt es hingegen so, als hätte die Speedline Typ 2110 in 7×16 ET35 als Vorlage gedient.
Nicht nur wegen der Größe, sondern auch aufgrund des stimmigeren Designs geht der Punkt deshalb erneut an Revell.
Die Farbe
Der Lack. Ja, der heilige Gral. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich in diesem Punkt besonders eigen bin. In den letzten Jahren bin ich mit mehr als einem Lackierer aneinandergeraten, weil deren Arbeit meinen Ansprüchen schlicht nicht gerecht wurde. Für mich ist eine Lackierung nur dann wirklich gut, wenn sie komplett aus dem gleichen Farbtopf stammt und von derselben Hand lackiert wurde. Sobald irgendwo nachlackiert werden muss, passt der Farbton plötzlich nicht mehr. Und das, obwohl es eindeutige Mischformeln gibt und die Farbe vom selben Hersteller stammt. Das werde ich wohl nie verstehen, aber das ist ein anderes Thema.
In meiner Garage liegt noch eine originale Farbkarte von der letzten Lackieraktion an meinem eigenen Fahrzeug. Die habe ich mir geschnappt und direkt an die beiden Modelle gehalten, um zu sehen, welcher Hersteller den Farbton besser getroffen hat.
Hier liegt Ottomobile vorn. Fairerweise muss man dazu sagen, dass das Revell-Modell bei mir schon seit 2015 im Regal steht. Einen Farbton nach so vielen Jahren wirklich objektiv zu bewerten, ist schwierig. Die Lackqualität hingegen lässt sich sehr wohl beurteilen, und hier spielt das Otto-Modell in einer anderen Liga. Glatter, gleichmäßiger, insgesamt deutlich hochwertiger.
Der Punkt geht damit klar an Ottomobile.
Der Unterboden
Unterschiedlicher kann ein Unterboden eigentlich gar nicht sein. Das Revell-Modell ist hier extrem detailverliebt. OttOmobilie ist hier sehr schlicht. Ein Vergleich:
Der Abgasanlage nach zu urteilen, hatten Ralf und Achim vermutlich eine Hartmann verbaut. Der Katalysator wirkt originalgetreu, die Auspuffhalterungen sind vorhanden und selbst an die Bremsleitung inklusive Verteiler auf zwei Leitungen wurde gedacht. Auch die Kraftstoffleitung samt Filter fehlt nicht.
Vorder und Hinterachse entsprechen genau dem, was man erwartet. Der vordere Querträger ist ebenfalls korrekt umgesetzt, inklusive der berühmten Breeschrauben (Insider). Getriebe, die richtige Ölwanne, Servopumpe, der vordere Stabilisator, alles da. Man sucht förmlich nach etwas, das fehlt, und findet nichts.
Na gut, einen kleinen Schnitzer gibt es dann doch. Der Abgaskrümmer besitzt nur vier Rohre. Für einen Sechszylinder eher ungewöhnlich, sagen wir es mal so.
Aber Spaß beiseite. Insgesamt ist das extrem sauber umgesetzt. Da hat Revell wirklich ganze Arbeit geleistet.
Das Otto-Modell hingegen… tja. Leider eher ernüchternd. Abgesehen von den angedeuteten Tankbändern passiert hier nicht besonders viel. Katalysator und Mittelschalldämpfer sind zwar vorhanden, haben mit dem Original aber kaum etwas gemeinsam.
Auch Motor und Getriebe sind lediglich angedeutet und erinnern nur sehr grob an das, was beim echten Corrado verbaut ist. Das ist alles kein Weltuntergang, schließlich steht ein Modell in der Regel einfach irgendwo im Regal und wird nicht täglich von unten begutachtet.
Trotzdem zählt genau das in einem Detailvergleich. Und hier geht der Punkt nicht nur klar, sondern auch äußerst verdient an Revell.
Was gibt es Neues an der Front?
Hier wird es mal wieder knifflig. Aus bestimmten Perspektiven wirken die Scheinwerfer des Otto-Modells zunächst realistischer. Schaut man jedoch genauer hin, verlieren Blinker und Nebelscheinwerfer diesen Vorteil recht schnell.
Aus ein paar Zentimetern Abstand betrachtet, erscheinen die Blinker des Revell-Modells deutlich stimmiger. An dieser Stelle hake ich das zunächst als Pattsituation ab.
Beim weiteren Hinsehen fallen dann aber doch Unterschiede auf. Dem Otto-Modell fehlt etwas vom schwarzen Scheinwerferrahmen, außerdem ist der obere Abschluss des Grills zu dünn ausgeführt. Dadurch wirkt die Front insgesamt schmaler, fast ein wenig zusammengedrückt.
Das Gesamtbild der Frontpartie kommt beim Revell-Modell dem Original aus meiner Sicht näher. Entsprechend geht auch in dieser Disziplin der Punkt an Revell.
Eine andere Liga, oder?
Hier trumpft Ottomobile richtig auf, von den etwas zu kleinen Waschdüsen einmal abgesehen. Vergleicht man den Ottomobile links mit dem Revell im Bereich der Scheibenwischer und des Armaturenbretts, werden die Unterschiede im Detailgrad sofort deutlich.
Beim Revell-Modell sieht man hier im Grunde nur grob gespritzten, genarbten Kunststoff. Beim Ottomobile dagegen offenbaren sich erstaunlich feine Details. Allein der Blick auf die beiden Wischerarme zeigt, auf welchem Niveau sich dieses Modell bewegt.
Das ist wirklich hervorragend umgesetzt. Entsprechend geht dieser Punkt völlig verdient an Ottomobile.
Die Seite
Auch in der Seitenansicht zeigen sich zahlreiche Unterschiede. Fangen wir bei den Seitenblinkern an. Revell begnügt sich hier mit einem Tupfer orangenen Metalliclacks auf einer Erhöhung im Blech. Ottomobile geht einen Schritt weiter und verbaut ein echtes, orangentransparentes Kunststoffteil.
Der markanteste Unterschied zeigt sich jedoch bei den Zierleisten. Revell hat diese je nach Modell in unterschiedlichen Farben ausgeführt, obwohl sie beim Corrado grundsätzlich immer schwarz waren. Ottomobile hat das korrekt erkannt und entsprechend umgesetzt.
Zusätzlich fällt der Türgriff sofort ins Auge. Beim Ottomobile ist eine echte Griffmulde ausgearbeitet, sogar der silberne Schließzylinder ist vorhanden. Beim Revell bleibt das deutlich einfacher.
Auch der schwarze Kunststoffrahmen um die Spiegel ist beim Ottomobile-Modell wesentlich sauberer und schärfer ausgeführt.
In dieser Disziplin geht der Punkt daher ebenfalls an Ottomobile.
Die Seitenfenster
Schaut man sich bei beiden Modellen die Seitenfenster vorne und hinten genauer an, gewinnt man beim Ottomobile leider den Eindruck, dass hier nicht allzu viel Liebe zum Detail investiert wurde. Das Spiegeldreieck ist lediglich einlackiert, und auch die Dichtungen sind teilweise einfach auf das Glas gedruckt.
Revell hat diese Elemente als echtes Relief ausgeführt, was insgesamt deutlich natürlicher und plastischer wirkt.
In dieser Kategorie geht der Punkt damit wieder an Revell.
Dachschaden?
Die Dachleisten sind beim Revell-Modell rechts lediglich aufgemalt und zudem bis zur Windschutzscheibe durchgezogen, was so nicht korrekt ist. Zusätzlich wirken sie etwas zu dünn.
Beim Ottomobile sind die Dachleisten sauber ins Dach eingearbeitet und machen insgesamt einen deutlich stimmigeren Eindruck. Warum das an den Seitenscheiben nicht mit derselben Konsequenz umgesetzt wurde, bleibt ein Rätsel.
Der Punkt geht hier folgerichtig ebenfalls an OttOmobile.
Die Antenne ist beim Ottomobile-Modell sehr filigran und zugleich detailgetreu ausgeführt. In dieser Form wirkt sie nicht nur näher am Original, sondern ist konstruktionsbedingt auch deutlich weniger empfindlich als die Antenne von Revell.
Die Antenne von Revell ist sehr dick, wirkte schon immer nicht wirklich stimmig, hält zudem nicht besonders gut und bricht auch gerne einmal ab.
In puncto Antenne geht der Punkt daher klar an OttOmobile.
Bedienelemente
Ich möchte das nicht gesondert bewerten, da es streng genommen zum Armaturenbrett gehört. Unerwähnt lassen will ich es trotzdem nicht, wie sauber Ottomobile hier das Hebelwerk umgesetzt hat, sogar inklusive des MFA-Schalters.
Revell hat hier offenbar eher die Vorfacelift-Variante dargestellt, erkennbar am kleineren Warnlichtschalter. Im Vergleich zum deutlich aufwendigeren Hebelwerk von Ottomobile wirkt das Ganze jedoch sehr schlicht gehalten.
Heckansicht
Beim Blick auf das Heck wird schnell klar, dass Ottomobile hier deutlich mehr Aufwand betrieben hat. Die Rückleuchten wirken im direkten Vergleich wesentlich realistischer als beim Revell-Modell. Tiefe, Struktur, Farbwirkung, das passt einfach besser.
Der Punkt geht hier direkt an Ottomobile.
Auch die Heckscheibe ist mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Der Scheibenwischer sitzt an der richtigen Position, ist fein ausgearbeitet, und sogar die Heizdrähte in der Heckscheibe wurden berücksichtigt. Das ist genau die Art von Detail, die ein Modell lebendig wirken lässt.
Noch ein Punkt für Ottomobile.
Beim Stoßfänger setzt sich dieser Eindruck fort. Das Modell von Otto besitzt das korrekte Loch für die Abschleppöse, und sogar die Öse selbst ist wie beim Original vorhanden. Solche Kleinigkeiten machen im Gesamtbild einen großen Unterschied.
Auch hier geht der Punkt an Ottomobile.
Zum Schluss ein Blick auf die Embleme. Ottomobile hat sich hier ebenfalls Mühe gegeben. Der Corrado-Schriftzug ist in Wagenfarbe gehalten, das VR6-Emblem in einem anderen Rotton. Revell kombiniert hingegen ein silbernes VR6-Emblem mit einem silbernen Corrado-Schriftzug.
Jetzt wird es knifflig. Ottomobile gibt an, einen 94er VR6 darzustellen. Bei diesem Modelljahr müssten Emblem und Schriftzug eigentlich verchromt sein. Wäre es ein Modell bis 93, wäre Otto korrekt. Revell nennt das Modelljahr nicht explizit.
Ich gehe hier u.a. im Bezug zum Innenraum von einem 95er aus. Und unter dieser Annahme geht der Punkt in dieser Kategorie wieder an Revell.
Einblick - oder ein Blick in den Innenraum?
Kurz die Tür geöffnet und der Blick ist frei in den Innenraum, Tja, aber nur bei Revell. OttOmobile hat hier leider gänzlich auf bewegliche Teile verzichtet. Im Innenraum des Revell-Corrados finden wir schwarze Recaro-Ledersitze, Knieposter und sogar die Zusatzinstrumente.
Das ist soweit stimmig, und war so damals auch bestellbar. Das Lenkrad ist ein Airbag-Lenkrad und deshalb sind hier auch Knieposter verbaut.
Diese Details sind bei Otto nur schwer zu erkennen, da sich die Türen nicht öffnen lassen. Zudem ist das Otto-Modell innen komplett in beige ausgestattet. Sieht nett aus, gab es damals aber so gar nicht zu bestelln bei VW.
Deshalb gehen hier 2 Punkte an Revell. Einer für die beweglichen Türen und einer für den authentischen Innenraum.
Der Motorraum
Auf Treffen gehört der Blick unter die Haube einfach dazu. Also habe ich das hier natürlich auch gemacht.
Beim Revell-Corrado wartet ein ordentlich dargestellter VR6-Motorraum. Mit Powerrohr, warum auch immer, dem originalen Luftfilterkasten, Ausgleichsbehälter, Batterie und sogar angedeuteten Kühlerschläuchen. Das ist nicht perfekt bis zur letzten Schelle, aber wirklich stark umgesetzt. Da merkt man, dass sich jemand Gedanken gemacht hat.
Beim Ottomobile sieht es dagegen ernüchternd aus. Wie schon bei den Türen bleibt auch die Haube fest verschlossen. Kein Einblick von oben, kein Einblick von unten. Rein theoretisch könnte darunter auch ein 16V oder ein 2.0 8V stecken, man weiß es schlicht nicht.
Und genau deshalb geht der Punkt in dieser Disziplin klar und verdient an Revell.
Die Krone der Schöpfung!
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Der letzte Punkt geht ohne jede Diskussion an Revell.
Aus Sicht eines echten Corradofans ist es kaum zu fassen, dass Ottomobile es nicht geschafft hat, den im Original elektrisch ausfahrbaren Heckspoiler stilecht umzusetzen. Genau dieses Detail macht den Corrado aus. Es ist sein Markenzeichen. Das wegzulassen, trifft einen schon ein wenig ins Herz.
Beim Revell-Modell lässt sich der Spoiler selbstverständlich ausfahren. Und genau so muss das sein. Das ist schließlich eines der absoluten Highlights dieses Fahrzeugs.
Danke Revell, dass ihr dieses ikonische Detail berücksichtigt habt.
Das Ergebnis!
Vorab eines ganz klar: Beide Modelle sind auf ihre Art besonders und gehören eigentlich in jedes Regal eines echten Corradofahrers.
Das Modell von Ottomobile ist unglaublich sauber und fein detailliert gebaut. Man merkt deutlich, dass der Fokus auf den Bereichen lag, die man im normalen Stand des Fahrzeugs direkt sieht. Oberfläche, Lack, sichtbare Details, hier spielt Otto seine Stärken aus.
Das Modell von Revell hingegen punktet mit vielen versteckten Elementen und einer gewissen technischen Raffinesse. Bewegliche Teile, Einblicke in Motorraum und Innenraum, funktionierender Heckspoiler. Die Details sind nicht ganz so konturscharf und filigran wie beim Otto, aber es gibt einfach mehr zu entdecken. Und genau das macht ebenfalls einen großen Reiz aus.
Ich bin jedenfalls sehr froh, beide Modelle zu besitzen.
Wer hat nun gewonnen?
Ganz ehrlich: keiner. Es ist eine Pattsituation. Und am Ende ist das auch völlig unwichtig.
Vielen Dank fürs Lesen. Man sieht sich auf dem einen oder anderen Treffen.
LG
Dirk

